Pok ta Pok in Anlehnung an das Geräusch, welches ein Ball macht, wenn man ihn tritt, ist ein über 3000 Jahre altes und sehr rituelles Ballspiel aus dem Hochland Mexikos und gilt als Urahn des Fußballs. Das Spiel steht symbolisch für den Kampf der Sonne gegen den Tod.

Das Ziel des Spiels ist es, einen Kautschukball mit der Hüfte oder dem Ellenbogen durch einen Steinring oder durch ein steinernes Tor zu befördern. Der Grundriss des Spielfeldes gleicht einem lang gezogenem I oder H, das Feld in der Mitte wird flankiert von zwei schräg nach oben verlaufenden Rampen, die an einer Wand enden.

Bei Pok ta Pok wird der Ball mit den Hüften, Oberschenkeln und Ellenbogen hin und her befördert, es konnten auch Schlaghilfen verwendet werden. Der Ball darf dabei nicht den Boden des eigenen Spielfeldes berühren. Der Einsatz der Hände oder Füße ist verboten. Wenn sie angespielt werden wollen, rufen die Spieler in nahuatl »Ei Tata« was soviel wie »Hier bin ich, Vater« bedeutet.

Gekleidet ist der einzelne Spieler in einen bunten Lendenschurz, sein Oberkörper ist bunt bemalt, die Schlagarme sind mit einem Lederschutz umwickelt wie auch die Knie. Die Spieler versuchen, den Ball durch einen Steinring zu befördern, der an der Seitenwand in ca. drei Meter Höhe angebracht ist. Um dem Spiel das gewisse Etwas zu geben, wird es mit einem brennenden Ball im Abendrot der Sonne gespielt.

Im Rahmen des offiziellen Beitrags des Kunst- und Kulturprogramms der Bundesregierung zur FIFA WM 2006 kommt die einzige offiziell anerkannte und authentisch bekleidete Gruppe von »Pok ta Pok-Spielern« aus Mexiko nach Deutschland um in originaltreu nachgebauten Anlagen zu spielen. Die Tournee führt »pok ta pok« von Ende April bis Ende Mai 2006 in fünf Städte Hamburg, Dresden, Mainz, Bremen und Berlin.

Die Stationen von »pok ta pok«
  • 21.04.2006 – 23.04.2006 Hamburg, Rathausmarkt
  • 28.04.2006 – 30.04.2006 Dresden, Cockerwiese
  • 05.05.2006 – 07.05.2006 Mainz, Rheinuferpromenade
  • 12.05.2006 – 14.05.2006 Bremen, Bahnhofsplatz
  • 19.05.2006 – 21.05.2006 Berlin, Platz vor dem Roten Rathaus