Carlos Fuentes ist am 11 November 1928 in Mexiko-Stadt geboren, studierte Rechtswissenschaften und ist einer der bekanntesten mexikanischen Schriftsteller. Sein Vater war Diplomat, dadurch lernte Fuentes fast alle Länder Mittel- und Südamerikas kennen. Ab 1949 besuchte er das Institut des Hautes Études International in Genf und zwischen 1954 und 1957 war Fuentes Pressesekretär des Außenministers. 1959 heiratete er die Schauspielerin Rita Macedo (seine zweite Ehe mit der Journalistin Silvia Lemus wurde 1973 geschlossen). Fuentes war von 1975/76 mexikanischer Botschafter in Paris, später hatte er einen Lehrauftrag als Professor in Harvard.

Heute gilt Fuentes als einer der größten lebenden Erzähler und er gehört zu den einflussreichsten Romanciers nicht nur Mexikos, sondern der gesamten lateinamerikanischen Literatur der Gegenwart. Er hat neben Romanen auch Drehbücher, Theaterstücke und Essays wie »El espejo enterrado« geschrieben, der 1998 als filmische Dokumentation am Instituto Cervantes zu sehen war. 1987 gewann Fuentes den Premio Cervantes, den angesehnsten Preis der spanischsprachigen Literatur. Er ist Mitglied im Stiftungsrat des Instituto Cervantes. Fuentes beschäftigt sich in seinen Erzählungen, Essays und Romanen mit dem Alltag und der Geschichte Mexikos. Als ein wichtiger Vertreter der mexikanischen Gegenwartsliteratur weist er mit verschiedenen stilistischen Mitteln auf die Problematik des mexikanischen Lebens hin.
 

Veröffentlichungen - Auszug:

1954 - Los días enmascarados
1958 - La región más transparente, Roman
1962 - Der Tod des Artemio Cruz, Roman, verschaffte Fuentes den internationalen Durchbruch.
1975 - Terra Nostra, Roman
1985 - Der alte Gringo, Roman
1991 - Christopher ungeboren, Roman
2000 - Die Jahre mit Laura Díaz, Roman
2001 - Das gläserne Siegel, Roman
2004 - Woran ich glaube. Alphabet des Lebens, Essay