Hernan CortezDer Eroberer Hernán Cortés bekannt auch als Hernando oder Fernando wurde 1485 in Medellin (liegt in der südwestlichen spanischen Provinz von Estremadura - Spanien) geboren.  Seine hochgeborene Mutter Catalina Pizarro Altamationo de Cortez und sein Vater, der verarmte Adelige Martin Cortez hatten für ihn eine Juristenkarriere geplant.  Er studierte jedoch nur 2 Jahre Rechtswissenschaft an der Universität von Salamanca und brach 1501 gegen den Willen seiner Eltern das Studium ab. Cortez widmete sich seinen wahren Neigungen, den Frauen, Würfelspiel und den militärischen Disziplinen wie Reiten und Schwertkampf. Seine erste Frau, Catalina Suarez heiratete er erst, nachdem er sie verführt hatte und von ihrer Familie zum Ehestand überredet worden war.

Hernando Cortés galt als des Teufels General oder Gottes Konquistador und als Wegbereiter des europäischen Kolonialismus in Lateinamerika. Er eroberte ab 1521 für Spanien das Reich der Azteken und wird nach der Eroberung in Spanien als strahlender Held gefeiert. Am 2. Dezember 1547 stirbt er mit 62 Jahren in der nähe von Sevilla als vergessener Held. Im laufe der Jahre wurden seine sterblichen Überreste mehrmals umgebettet. Erst 1947 genau 400 Jahre nach seinem Tod, fanden seine Gebeine in der Kirche des Jesus Nazareno Krankenhauses seine letzte Ruhestätte. In seinem Testament sorgte er für seinen Nachwuchs, ob ehelich oder unehelich.

Wie bringt man ein Reich mit nur ein paar Hundert Soldaten zu Fall ?
Um den Untergang des Aztekischen Reich besser zu verstehen, sollte man folgendes darüber wissen. Der Sage nach soll „Quetzalcoatl" (gefiederte Schlange) der weißhäutige Gottkönig aus vergangenen Zeiten, nach seinem Sturz auf einem Floß gen Osten geflohen sein, mit dem Versprechen eines Tages vom Meer her zurückzukehren und sein altes Reich wieder in Besitz zu nehmen. Dem Aztekischen Kalender nach, sollte der Gottkönig im ersten Jahr der Epoche „Schilfrohr" zurückkehren, genau in diesem Jahr landete Cortés in Yucatán. Montezuma II König der Azteken glaubt fest daran, dass der einst vertriebene Gott Quetzalcoatl zurückgekehrt sei um sein Volk erneut zu versklaven. Hernando Cortés wusste durch seine Dolmetscher um die Legenden und Dämonenglauben der Eingeborenen, so wies er zum Beispiel seine Männer an öffentlich mit den Pferden und Kanonen zu reden um die Eingeborenen weiter zu verängstigen und was konnte man schon tun gegen einen Gott mit „Eiserne" Soldaten, „Dämonischen" Pferden und „Feuerspuckende Stöcke" den Kanonen. Der Untergang des Aztekenreiches hatte begonnen....

1502 Ursprünglich will Hernán Cortés mit der Flotte Ovandos, in die Neue Welt nach Hispaniola segeln, muss dieses Vorhaben jedoch auf Grund einer Verletzung, die er sich beim einem Sturz vom Fenster bei einem amourösen Abenteuer zuzieht, aufgeben.
1504 Hernán Cortés segelt mit einem Empfehlungsschreiben seines Vaters an Nicolas de Ovando, einem entfernten Verwandten der Familie und Gouverneur auf der Insel Hispaniola nach Santo Domingo.
1506 Dank seiner Jurakenntnisse wurde er zum Notar in der Stadt Azua de Compostela und Verwalter der Plantage von Diego Velazquez de Cuellar.
1511 Hernán Cortés schließt sich Diego de Velázquez bei der Eroberung Kubas an. Bei der Eroberung zeigte sich das militärische Talent von Cortés. Nach der Eroberung Kubas wird Velázquez Gouverneur der Insel, ernennt Cortés zu seinem Sekretär und überlässt ihm für seine Dienste bei der Eroberung eine Encomienda, die er zusammen mit einem anderen spanischen Siedler, Juan Suàrez, betreibt.
1515 Cortés macht einer der drei Schwestern von Juan Suarez, Catalina Suarez den Hof und verführt sie mit einem Eheversprechen, welches er jedoch hinterher nicht mehr einhalten will. Er heiratet Catalina Suarez erst, nachdem er von ihrer Familie mit Nachdruck zum Ehestand überredet worden war.

Cortés wie auch sein Schwager Velázquez siedeln in der neu gegründeten Stadt Santiago de Cuba, in welcher Cortés zum Alcalde (Bürgermeister) ernannt wird.
1518 Als die Entdeckung von Mexiko bekannt wird, beauftragt Diego Velázquez (der ebenfalls eine Tochter von Suarez geheiratet hatte), Cortés mit der Errichtung einer Kolonie und der Bekehrung der Einheimischen zum christlichen Glauben.

Der inzwischen 33 jährige Hernando Cortés finanzierte einen Teil der Expedition aus eigener Tasche und brach am 18 November mit 11 Schiffen und über 500 Mann , sowie ein paar hundert einheimischen Indianern von Kuba nach Yucatán auf.
März 1519 Hernán Cortés landet auf der Insel Cozumel vor der Küste Yucatáns, wo einer seiner Offiziere (Pedro de Alvarado ohne dessen Einverständnis ein Indianerdorf überfällt und plündert.

Durch einen Zufall erfährt Cortés von einem schiffbrüchigen Spanier, dem Geistlichen Geronimo Aquilar, der als Sklave bei einem Mayastamm lebte und im laufe der Jahre deren Sprache erlernte, was sich später als wahrer Glücksfall für Cortez herausstellte.

Die Schlacht von Tabasco wurde zu Cortés erster Schlacht und endete in einem Blutbad. Cortés verdankte den Sieg seinen Pferdeeinheiten, weil die Indianer Pferde nicht kannten und sie für eine Art Dämonen hielten. So ergriffen sie stellenweise panikartig die Flucht. Die eingeschüchterten Einheimischen (Totonaken) boten den Spaniern den Frieden an und schenkten ihnen als Friedensangebot 20 ihrer schönsten Mädchen, ein weiterer Glücksfall für Cortés, unter ihnen war auch Malitzin, die zum Teil auch noch aztekischer Abstammung war und das nahuatl der Azteken und die Sprache der Maya beherrschte. Sie wurde auf den Namen Marina getauft und von Cortez als sein persönliches Eigentum übernommen. Als Dolmetscherin wurde sie Cortez wichtigster Verbündeter mit deren Hilfe der Handel mit den Indianern zustande gebracht wurde, später als Nebenfrau von Cortés schenkte Sie ihm einen Sohn, der Don Martín Cortés getauft wurde.

Auf diesem Schlachtfeld wurde die Stadt Santa Maria de la Victoria gegründet.
April 1519 Moctezuma schickt seine erste Boten und Abgeordnete, mit Geschenken aus Gold, Silber und Jade. Cortés erkennt schnell, das Moctezuma versucht ihn und seine Soldaten vom Aztekenreich fernzuhalten und das die Totonaken gegen Moctezuma wegen den hohen Tributzahlungen einen Groll hegen.
Mai 1519 Moctezuma schickte den Fremden immer mehr Gold, um sie davon abzuhalten, in die Nähe der aztekischen Hauptstadt, Tenochtitlan, zu kommen.
Listig wie Cortés war, gründete er die Stadt "La Villa Rica de la Veracruz" (heute Veracruz), den als Stadtgründer würde er nach spanischem Recht über ein eigenes Mandat verfügen und nicht mehr unter der Befehlsgewalt seines Schwagers Velazques stehen.
Juni 1519 "Untergang der Flotte". Cortés lässt sich als Generalkapitän und oberster Richter ausrufen und mit derartigen Rechten ausgestattet lässt er bis auf eine mit Gold beladene Brigantine, die er zum Spanischen König sendet um Eindruck zu schinden, alle Schiffe seiner Flotte versenken.
Juli 1519 Einige der Anhänger Velázquez verschwören sich gegen Cortés und wollen so ihre Heimreise nach Kuba erzwingen. Die Verschwörung fliegt auf, und Cortés lässt zwei Männer hängen, unter ihnen seinen alten Feind Escudero
Aug. 1519 mit ca. 400 Spaniern, und ca. 1000 Indianern, bewaffnet mit Armbrüsten, Kanonen und schwerer Reiterei, marschiert Cortés nach Tenochtitlán und lässt Juan de Escalante mit 150 Mann in Veracruz zurück.
Okt. 1519 Die Schlacht von Cholula gegen die Tlaxcala Indianer dauert über 3 Tage, doch durch eine Kriegslist rettet Cortés sie vor dem Untergang. Die Tlaxcalteken verbündeten sich mit Cortés gegen ihre Feinde, die Azteken. Von diesem Zeitpunkt an bis zur vollständigen Eroberung, waren die Tlaxcalteken die wichtigsten Verbündeten der Spanier. Mit einer genialen Hinterhältigkeit, nämlich azteckische Beamte durch die Tlaxcalteken gefangen zu nehmen und diese von spanischen Soldaten befreien zu lassen, dadurch waren die Tlaxcalteken enger an Cortés gebunden, andererseits hatte er sich in das Vertrauen Moctezumas gesichert.
Nov. 1519 Ankunft des Tross in Tenochtitlán. Tenochtitlán die Hauptstadt der Azteken liegt auf einer Insel inmitten des Texcoco Sees und ist vom Land aus über befestigte Dämme zu erreichen.
Jul. 1520 „La noche triste" (Traurigen Nacht), der Stellvertreter von Cortés, Pedro de Alvarado richtet unter den Stadtbewohnern von Tenochtitlán ein Massaker an, es kommt zum Aufstand der Azteken gegen die Spanier und ihren eigenen Herrscher Moctezuma, ein grausamer Straßenkampf entbrennt. Moctezuma wird im Steinhagel tödlich getroffen, Verfolgt von den Azteken zieht sich Cortez mit dem Rest seiner Männer nach Tlaxcala zurück, wo er während des Sommers seine Armee neu formieren konnte.
Aug. 1521 die Stadt Tenochtitlán liegt nach dreimonatiger Belagerung in Schutt und Asche, die Azteken unterliegen Cortez. Beide Seiten beklagen hohe Verluste auf den Schlachtfeldern. Die Azteken erholen sich nie wieder und versinken im Dunkeln der Geschichte. Cortés ließ die Stadt Tenochtitlán dem Erdboden gleichmachen und erbaute auf ihren Ruinen Mexiko-Stadt, sie wurde Zentrum des Vizekönigreichs Neu-Spanien.
1522 Cortés bekommt von Kaiser Karl V. den Titel Generalkapitän (militärischer Oberbefehlshaber) und Statthalter (Gouverneur) von Neu-Spanien (Mexiko).
1524/26 Cortés führt eine Expedition nach Honduras.
1528 Cortés wird angewiesen, nach Spanien zurückzukehren und die Statthalterschaft von Mexiko aufzugeben. Zurück in Spanien erhob er Einspruch beim König und erhielt den Titel Marqués del Valle de Oaxaca und wird erneut zum Generalkapitän ernannt.
1534/35 Cortés führt eine Expedition nach Südkalifornien
1541 Cortés dient als Freiwilliger in einem erfolglosen Feldzug gegen Algier.