Die Lacandonen sind eine kleine Ethnie in Mexiko und die letzten echten Nachkommen der Mayas mit einer jahrhundertealten traditionellen Lebensweise. Sie leben zurückgezogen in der »selva Lacandona« und erst seit wenigen Jahren steigt die Zahl der Bevölkerung wieder an.

Die Lacandonen nennen sich selbst »hach winik« - »wahre oder echte Menschen« und die traditionelle Kleidung der Lacandonen ist ein gerade geschnittenes weißes Leinenkleid.

Ihre Vorfahren zogen sich einst vor den Spaniern in die Urwaldgebiete von Chiapas, dem letzten großen Urwaldgebiet um den Rio Usumacinta zurück, wo sie isoliert als eine Art Waldnomaden bis in die Neuzeit überlebten. Dadurch blieben sie während der spanischen Kolonialisierung unberührt von Christentum und kulturellen Einflüssen.

Viele der Lacandonen haben ihre alte Religion behalten und leben weiterhin in ihrer alten Kultur und ohne westliche Zivilisation. Sie betreiben Ackerbau, Jagen und Fischen und sie feiern weiterhin Feste zu Ehren der Götter, Hachakyum dem Schöpfer der Welt und um ihrem Sonnengott zu huldigen, jedoch versuchen einige von ihnen heute vom Tourismus zu leben.
 

Für die Lacandonen ist Yaxchilán noch immer ein wichtiger Platz, um dort ihren Ahnengöttern Opfer zu bringen. Bei vielen Zeremonien spielt Tabak eine große Rolle und Frauen, Männer und auch Kinder rauchen lange Zigarren. Das Pantheon der Lacandonen ist komplex und besteht aus Götter aller Arten, Altersstufen und Geschlechtern.