Hochkulturen von Mexiko

Als die Spanier 1519 Mexiko eroberten, stießen sie auf Bewohner, deren Kultur in den unterschiedlichen Regionen des Landes seit Jahrtausenden Hochzivilisierte und organisierte Gesellschaften hervorgebracht hatte. Die bedeutendsten dieser indianischen Zivilisationen waren die Azteken, Maya, Olmeken, Tolteken und Zapoteken. Im Zuge der spanischen Eroberungs- und Raubzüge wurde auch nahezu das gesamte Erbe dieser Kulturen vernichtet.

Tarahumara - Rarámuri

In der Sierra Tarahumara im Bundesstaat Chihuahua leben verstreut etwa 50 000 bis 60 000 Tarahumara oder wie sie sich selber nennen die »Rarámuri - Fußläufer«, den die Berge der Sierra zwangen sie seit jeher zu sehr langen Fußmärschen, bei denen sie sich im laufe der Zeit eine erstaunliche Ausdauer entwickelten.

Die Maya

Jademaske der MayaDie Welt der Maya war mehr als widersprüchlich, eine Verstrickung von Aberglauben und Wissenschaft zwischen Barbarei und zivilisatorischen Errungenschaften. Die klassische Mayakultur war in vieler Hinsicht die am weitesten entwickelte aller altamerikanischen Kulturen. Die Maya hatten eine politheistische Religion, deren Pantheon aus Göttern aller Arten, Alterstufen und Geschlechtern bestand. Den Kult dieser Götter vollzog eine zahlreiche Priesterschaft, die auch die Gestirne beobachtete und nach ihnen den Einklang mit dem Kalender herstellte.

Die Azteken

QuetzalcoatlZu den von Süden Nordamerikas, wahrscheinlich aus der Gegend des südkalifornischen Raumes einwandernden Gruppen gehörten auch die Méxica, von deren Namen sich die heutige Staatsbezeichnung ableitet und die in der europäischen Geschichtsschreibung als Azteken bezeichnet werden. Nach ihren eigenen Mythen kamen sie aus der Stadt Aztlan - dem „Ort der weißen Reiher". Der Sage nach, hatten ihnen die Götter prophezeit, dass sie einen Adler auf einen Kaktus erblicken werden, der eine Schlange zwischen Krallen und Schnabel fest hält und dort sollten sie siedeln, was im Wappen der Mexikanischen Flagge dokumentiert wird.

Lacandonen

Die Lacandonen sind eine kleine Ethnie in Mexiko und die letzten echten Nachkommen der Mayas mit einer jahrhundertealten traditionellen Lebensweise. Sie leben zurückgezogen in der »selva Lacandona« und erst seit wenigen Jahren steigt die Zahl der Bevölkerung wieder an.

Die Lacandonen nennen sich selbst »hach winik« - »wahre oder echte Menschen« und die traditionelle Kleidung der Lacandonen ist ein gerade geschnittenes weißes Leinenkleid.

Götter Namen der Maya

Die Maya hatten einen Vielgottglauben (Polytheismus) und die Götter spielten eine bedeutende Rolle im Leben der Maya. Die Götter wurden verantwortlich gemacht für viele Ereignisse wie die Ernte, den Regen und den Tod. Nach den Vorstellungen der Maya haben die Götter den Menschen nach zwei Fehlversuchen mit Holz und Lehm aus Maismasse erschaffen.