GuanajuatoGuanajuato liegt an Mexikos berühmter Unabhängigkeitsstraße, die 1400 km lang ist und an wichtigen Stationen des langen mexikanischen Unabhängigkeitskrieges vorbeiführt. Die Bedeutung von Guanajuato stieg und fiel mit seinen Silberminen. Im 16.Jahrhundert entdeckten die Spanier das Edelmetall, und im 18.Jahrhundert war Guanajuato, genannt der "Froschhügel", dank der Silbermine "La Valenciana" zum größten Silberproduzenten der Welt geworden. Die meisten Minen sind inzwischen stillgelegt, doch Guanajuatos feine Silberschmiedearbeiten werden weiterhin in alle Welt exportiert.

Guanajuato

GuanajuatoDie Hauptstadt Guanajuato gilt als Juwel der Kolonialarchitektur. Das Historisches Zentrum und Bergwerksanlagen von Guanajuato wurden 1988 von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt. Die Besonderheiten der Stadt ist ihre berühmte unterirdische Straße, die offiziell Calle Miguel Hidalgo heißt und die fast drei Kilometer im ehemaligen Flussbett  unter der Stadt entlang verläuft. Das "Teatro Juarez"  das 1903 vom mexikanischen Präsidenten eröffnet wurde und der Hauptschauplatz der jährlich im Oktober stattfindende "Cervantes - Festspiele" ist, die seit 1972 gefeiert werden. Viele Länder nehmen an diesem Herbstfestival von Musik, Tanz, Theater und Oper teil.

Sehenswert ist auch die Basilika Nuestra Senora de Guanajuato, die Iglesia de Valencia und die Pfarrkirche Dolores Hidalgo ist von großer historischer Bedeutung, hier ertönte zum ersten Mal der Grito de Dolores - Freiheitsruf und der ehemalige Getreidespeicher »Alhondiga de Granaditas« der während des Unabhängigkeitskrieges eine Festung war und heute ein Museum  beherbergt, das einige seltenen Stücke der lokalen Geschichte, der Fertigkeiten und der archäologischen Entdeckungen enthält. 1810 wurde die Festung von Hidalgos Anhängern eingenommen, jedoch nur ein Jahr später eroberten die Spanier die Festung zurück und die Anführer Hidalgo , Allende , Aldama und Jimenez wurden hingerichtet Die Freiheitshelden wurden enthauptet und zur Abschreckung ihrer Sympathisanten wurden ihre Köpfe an den 4 Ecken der Alhondiga aufgehängt und zur Schau gestellt.

Den schönsten Blick über die Stadt erhält man vom Pípila-Denkmal, der im Südwesten auf einem Felsen oberhalb der Stadt gelegenen Aussichtsstätte an der Carretera Panorámica. Diese Panoramastraße verläuft fast um die gesamte Stadt. Wer es gruselig mag, sollte das "Museo de las Momias" nicht auslassen, in dem befindet sich eine Sammlung von auf natürliche Weise mumifizierten Leichnamen, die man bei Arbeiten auf dem Friedhof von Guanajuato fand.