Centro CampecheDie archäologischen Stätten im Bundesstaat Campeche sind zwar weit weniger bekannt, lohnen jedoch oftmals den Besuch. Teilweise noch unentdeckt, teilweise schon erforscht, restauriert und für Touristen zugänglich gemacht, liegen die archäologischen Stätten über die ganze Region verteilt. Erst vor ein paar Jahren wurde an kleineren Tempeln eindrucksvolle Stuckmasken freigelegt. Becán, Chicanná, Xpuhil sind weitere kleinere Anlagen mit interessanten architektonischen Merkmalen im Süden der Halbinsel.

Unter der seichten Bucht von Campeche, an ihrer Öffnung ist sie etwa 700 Kilometer breit. liegen beträchtliche Erdölvorkommen. Seit ende der siebziger Jahren wird dort in großem Umfang Öl gefördert. Ein weiterer wichtiger Industriezweig in den Küstengebieten ist der Garnelenfang.

Campeche

Die Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates, ist eine Hafenstadt am Golf von Mexiko und ist unterteilt, in einen kolonialen und einen modernen Teil. Um ca. 1540 wurde sie von den Spaniern gegründet und war bald ein wichtiger Ausfuhrhafen für Mexiko. Für die meisten Reisenden ist die Hafenstadt, nur Durchgangsstation auf dem Weg von Palenque zu den Maya-Stätten in Yucatán. Die Hafenstadt war ein beliebtes Angriffsziel der Piraten, aus diesem Grund wurde um die ganze Stadt eine ca. acht Meter hohen Festungsmauer gebaut. In den wiederhergestellten Bastionen (Baluartes), sind heute die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der ganzen Region, wie Läden oder Museen für Kunsthandwerk untergebracht. In einem Palast aus der Kolonialzeit ist das Archäologische Museum untergebracht. Außerhalb der Stadtmauern liegt das neue und moderne Campeche mit Regierungsviertel und guten Hotels. Die Hauptstadt ist der ideale Ausgangspunkt für Entdeckungsreisen durch den facettenreichen Bundesstaat Campeche.

Edzná, ca. 60 km südöstlich von Campeche

Bei Edzná handelt es sich um ein ehemaliges Zeremonialzentrum der Maya. Der zentrale Platz, ein Komplex aus mehreren durch breite Treppen verbundenen Plattformen, Gebäuden und Höfen in Edzná wird überragt vom 30 Meter hohen Tempel der fünf Stockwerke "Templo de los Cinco Pisos".

Isla de Jaina

Auf der Begräbnisinsel Jaina wurden um das Jahr 1964 die Ruinen eines alten Mayadorfes ausgegraben und eine Fülle an außergewöhnliche Grabbeilagen gefunden. Zum größten Teil handelt es sich um Menschenfiguren (Terrakotta), die detaillierte Aufschlüsse über Kleidung, Haartracht, Schmuck und den Alltag der Maya beschreiben. Ein Besuch der Insel ist soweit es noch stimmt, nur mit schriftlicher Genehmigung möglich.